Künstlergesamtliste

Vernissagen

24.9.2022 - 31.10.2023

Käthe Kollwitz Museum Berlin

Aber Kunst ist es doch

Nach 36 erfolgreichen Jahren hat das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin seinen Gründungsstandort in der Charlottenburger Fasanenstraße verlassen und ist in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg gezogen. Im September 2022 eröffnet das Museum nun nach kurzer Um­bau­phase am neuen Standort mit erweiterten räumlichen Möglichkeiten.

Kollwitz_Selbstbildnis-en-face-lachend_1888-1889_Feder-und-Pinsel-in-schwarzer-TuscheAb sofort präsentiert sich das Museum mit seiner Samm­lung im Erdgeschoss des Gebäudes in einer neuen Präsentation unter dem Kollwitz-Zitat „Aber Kunst ist es doch“. Die bereits zu Lebzeiten weltweit bekannte Künstlerin (1867 – 1945) hatte selbst einmal das Motto ausgegeben: „Ich will wirken in dieser Zeit“.
Zahlreiche ihrer Arbeiten sind als Anklagen gegen soziale Missstände und Mahnungen gegen Krieg und Gewalt bis heute im Bildgedächtnis der Menschen ver­ankert. Trotz des erklärten Ziels, mit ihren Grafiken eine breite Wirkung erzielen zu wollen, verstand sich Käthe Kollwitz zuallererst immer als Künstlerin.

https://www.kaethe-kollwitz.berlin/
23.9.2022 - 26.2.2023

Lehmbruck Museum

Gormley/Lehmbruck Calling on the Body

Das Lehmbruck Museum zeigt die bislang größte Ausstellung des britischen Bildhauers Antony Gormley in Deutschland. Gormley, international bekannt als einer der wichtigsten und einflussreichsten Bildhauer der Gegenwart, ist ein langjähriger Bewunderer der Werke Wilhelm Lehmbrucks, ihrer Innerlichkeit, Ausgeglichenheit, Ruhe und ihres reflexiven Potenzials.

Die Ausstellung ist als Dialog zwischen den beiden Künstlern angelegt und zeigt Schlüsselwerke, die mit fast einem Jahrhundert Abstand voneinander geschaffen wurden. Sie zieht Parallelen zwischen Gormley und Lehmbruck, die beide den Körper als Ort der Transformation hin zu einem Zustand des reinen Seins und der stillen Kontemplation begreifen.

Gormley„Calling on the Body” bezieht den auratischen Lehmbruck-Flügel und das gesamte Museum mit ein. Verteilt über 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, setzen Gormleys Skulpturen dabei im ganzen Gebäude Interpunktionszeichen. Die ausgewählten Arbeiten spiegeln die große Bandbreite seines Schaffens, von den bahnbrechenden frühen Bleiarbeiten zu der neueren Serie „Slabworks”, die den Körperraum in Architektur verwandelt. Mit den 300 lebensgroßen Betonbunkern von „Allotment II” (1996) wird zudem eine raumgreifende Installation präsentiert. Im Atrium des Museums schließlich scheint „Drift VI” zu schweben, ein Energiefeld, das einen Hohlraum in Form eines Körpers umschließt.

Das Werk Antony Gormleys (geb. 1950 in London) wurde vielfach ausgestellt, in Großbritannien wie auch international, zuletzt im Museum Voorlinden, Niederlande (2022), in der National Gallery Singapore, Singapur (2021), der Royal Academy of Arts, London (2019), auf der Insel Delos, Griechenland (2019) und im Philadelphia Museum of Art (2019). Er wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Turner Prize 1994, dem South Bank Prize for Visual Art 1999, dem Bernhard Heiliger Award for Sculpture 2007, dem Obayashi-Preis 2012 und dem Praemium Imperiale 2013. 2014 wurde er in der Neujahrsliste zum Ritter geschlagen, seit 2003 ist er Mitglied der Royal Academy.


https://lehmbruckmuseum.de/ausstellungen/vorschau/gormley-lehmbruck-calling-on-the-body/
3.7.2022 - 8.1.2023

Arp Museum

Berlinde De Bruyckere

PEL / Becoming the figure

Berlinde De Bruyckere (*1964, lebt und arbeitet in Gent, Belgien) gehört zu den bedeutendsten internationalen Bild­hauerinnen der Gegenwart. Die faszinierenden und zugleich aufwühlenden Skulpturen der Künstlerin gehen den Betrach­ter*innen sprichwörtlich »unter die Haut«. In ihrem Schaffen spielt der Mensch mit seinen physischen und seelischen Verwundungen eine zentrale Rolle.

marsyas_2020Die 34 gezeigten Werke sind Zeugnisse einzigartiger emotionaler Tiefe. Sie berühren uns in ihrer Verletzlichkeit und Melancholie, bewegen sich zwischen Vitalität und Tod, Harmonie und Deformation, Figürlichkeit und Abstraktion. Sie sind Zeugnisse sichtbarer und spürbarer Verwandlungsprozesse menschlichen sowie tierischen Lebens. Berlinde De Bruyckere verleiht ihnen eine geradezu sakrale Aura.

Dabei setzt sich die Künstlerin in ihrem Schaffen ausgiebig mit antiken Mythologien und christlichen Themen auseinander und adaptiert diese in die Gegenwart, die lebendiger nicht sein könnte. Ganz im Sinne des Ausstellungstitels »PEL / Be­coming the figure« nähert sie sich durch unterschiedliche Herangehensweisen dem Werden ihrer Skulpturen. Die Palette reicht dabei von der Hülle, die einen Körper formt, über dessen Fragmentierung bis hin zu ausgeformter Körper­lichkeit. Dabei gerät das Thema der Sexualität, insbesondere das weibliche Geschlecht in den Fokus der Künstlerin.

debruyckere_j-l-_2006Die Darstellung der menschlichen Figur beruht bei De Bruyckere auf klassischen Gestaltungsprinzipien. Dabei spielt die Wahl des Materials Wachs, das malerisch von ihr bearbeitet wird, für die Realistik ihrer Skulpturen eine entscheidende Rolle. Besonders in einigen Werken werden Körperfragmente zu definierenden Elementen. Oftmals stark deformiert erinnern sie an fleischige Klumpen und verlangen den Rezipient*innen ein hohes Maß an Unerschrockenheit und empathischem Wahrnehmungsvermögen ab.

debruyckere_foot_2008Die Unmittelbarkeit ihrer Werke verdankt sich der engen Zusammenarbeit mit einer Reihe von Tänzer*innen, mit denen die Künstlerin seit 2004 kooperiert. Allen voran der portugiesische Tänzer Romeu Runa (*1978, lebt und arbeitet in Brüssel), der während der Ausstellung im Arp Museum zwei Tanz-Performances aufführen wird. Im Miteinander von bildender Kunst und Tanz zeigt sich, wie Körperhaltungen zutiefst ergreifende innere Verfassungen offenbaren.

Eine besondere Bedeutung innerhalb des Werks von Berlinde De Bruyckere kommt seit 1999 dem Pferd zu. Ihre Faszination gilt der Schönheit, der Beseeltheit und Stärke dieser Tiere. Die intensive Beschäftigung mit historischem Bildmaterial des Archivs des In Flanders Fields Museum in Ypern, führte ihr das grausame millionenfache Schicksal der Pferde als Opfer auf den Schlachtfeldern des 1. Welt­kriegs vor Augen. Auf der Basis abgegossener Körper sind eindrückliche und berührende Skulpturen entstanden.

Neben Berlinde De Bruyckeres kreatürlich-skulpturalen Werken spielen Zeichnungen eine bedeutende Rolle. Für die Rolandsecker Ausstellung sind 10 neue Papierarbeiten ent­standen, die zwischen Collage und Relief changieren. Sie faszinieren mit ihren feinen Liniengespinsten, floralen Mus­tern und ihrer zarten wie subtilen Farbigkeit.

In Korrespondenz hierzu beeindruckt eine große textile Arbeit aus gebrauchten und verwitterten Decken mit unterschiedlichem Dekor und Farben. Sie erinnert an abgenommene Fresken, die die Künstlerin reliefartig zueinander komponiert. Sie beschwören aber auch den Menschen, den sie einst geschützt gewärmt und umhüllt haben. Sie sind Zeugnisse unbekannter Biografien und unbestimmter menschlicher Lebensbedingungen.

Im Zwischenreich auf den Rheinhöhen zwischen Himmel und Erde nehmen die lichtdurchflutenden Räume des Richard Meier Baus Berlinde De Bruyckeres Verlebendigungen des Leidens, der Versöhnung, der Hoffnung, des Mitfühlens mit einer großzügigen architektonischen und versöhnlichen Geste auf. Hier verwandelt sich das Erschreckende einmal mehr in das Schöne und Erhabene.

Text: Arp-Museum Rolandseck

https://arpmuseum.org
1.6.2022 - 1.1.2023

Christian Schad Museum

Christian Schad

christian schadEr war der Maler, der in den 1920er-Jahren den Slogan der Neuen Sachlichkeit wohl am buchstäblichsten auf Papier und Leinwand brachte. Und doch beweist ein Werk wie „Liebende Knaben“ (1928), das mühelos Referenzbögen von der antiken Lyrik bis zu unserer genderfluiden Gegenwart schlägt, bei aller Nüchternheit der Schilderung auch ein hohes Maß an künstlerischer Empfindsamkeit. Das brandneue Museum des Malers in Aschaffenburg zeigt bei seiner Auftaktausstellung Auszüge der insgesamt rund 3200 Werke des Nachlasses – darunter typische Frauenporträts wie die „Mexikanerin“ von 1930, aber auch das kürzlich erworbene, nachdenkliche Hauptwerk „Hochwald“, das der Künstler 1936 während des Nationalsozialismus schuf.

https://www.museen-aschaffenburg.de/Christian-Schad-Museum/Die-Sammlung/DE_index_1333.html
26.6.2022 - 30.10.2022

Museum More

Anya Janssen

Aya Janssen"Erstmals ist ein umfassender Überblick über das Werk von Anya Janssen (1962) zu sehen. Mit Earthlings zeigt Museum MORE rund 40 Highlights aus ihrem Schaffen von den frühen 1990er Jahren bis heute. Janssen Werke erscheinen mehrdeutig in ihren monumentalen Porträts. Ihre Kunst bewegt sich zwischen Realität und Fantasie. „Malen ist für mich der ultimative Versuch, den Menschen näher zu kommen.“

Anya Janssen wird auch von der Galerie Rehbein in Köln vertreten.

http://museummore.nl
19.6.2022 - 2.10.2022

Museum More

Norbert Tadeusz

TadeuszMuseum MORE ist das erste in den Niederlanden, das einen umfassenden Überblick über den Maler Norbert Tadeusz (1940-2011) präsentiert. In Deutschland bekannt und gefeiert, ist sein Ruf außerhalb des Landes viel weniger klar. Mehr als zehn Jahre nach seinem Tod will MORE Tadeusz mit einer musealen Bühne für seine kraftvolle Malerei ehren.

http://museummore.nl

Im Fokus

debruyckere_foot_2008Arp-Museum
Berlinde de Bruyckere
3.7.22 - 8.1.23

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