Künstlergesamtliste

Vernissagen

28.1.2018 - 29.4.2018

Museum Schloss Morsbroich

Gegen die Strömung. Reise ins Ungewisse

Daniele CudiniGegen die Strömung. Reise ins Ungewisse zeigt 17 internationale Positionen der zeitgenössischen Kunst, die sich mit dem Reisen als existentiellem Wagnis auseinandersetzen. Jeder Aufbruch ist mit Risiken verbunden, ist ein Aufbegehren gegen das Alte und Gewohnte, gegen Beharrungskräfte, die einen zurückhalten oder begrenzen. Jeder Anfang einer Reise setzt den Bruch mit dem Alltag voraus. Er benötigt einen starken, von Innen oder Außen kommenden Impuls, das bisherige Leben zumindest auf Zeit zu verlassen und sich auf den Weg zu machen – gegen alle Widerstände und trotz des ungewissen Ausgangs.

Aufbrüche zu Reisen jenseits der Erholungsindustrie: Der Anstoß dafür, sich auf unbekanntes Terrain zu begeben, auf Reisen zu gehen ohne zu wissen, ob man als der- oder dieselbe – wenn überhaupt – wiederkehren wird, kann sehr verschiedene Beweggründe haben. Ob angespornt durch Abenteuerlust, Erkenntnisdrang, schiere Neugierde oder das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Selbstfindung, ob getrieben aus Orientierungslosigkeit oder gezwungen durch Armut, Krieg oder gesellschaftspolitische Umstände: die in der Ausstellung präsentierten Arbeiten umkreisen als zentrales Motiv das im Aufbruch bereits angelegte, einschneidende Moment des Neuanfangs.

Anne PöhlmannAuf Reisen fließen Vertrautes und Fremdes zusammen, Reisende überwinden Grenzen und bauen Brücken. Hat man die eingrenzende Ordnung des Heims erst verlassen, so ist eine genaue Kenntnis des Ziels gar nicht entscheidend. Die Bewegung selbst wird zum neuen Medium der Wahrnehmung. Die Passage verändert das Befinden und das Bewusstsein, sie erweitert Wissens- und Erfahrungshorizonte. Und immer verspricht der Weg, den man noch vor sich hat, ungeahnte Möglichkeiten, die auch Künstler seit jeher suchten und als Katalysatoren für ihre Arbeit nutzten. Die Einlassung auf das Ungewisse öffnet den Raum für Imagination und Kreativität. Dabei sind die Betrachter aufgefordert, eigene Erfahrungen und Reflexionen mit einzubringen.

Mit Werken von Bas Jan Ader (NL), Kader Attia (F), Björk (ISL), stanley brouwn (NL), Daniele Cudini (I), Jack Goldstein (CA), Rodney Graham (CA), Kris Martin (BE), Bruce Nauman (USA), Roman Ondak (SVK), Panamarenko (BE), Peter Piller (DE), Anne Pöhlmann (DE), Daniel Richter (DE), Thomas Ruff (DE), Melanie Smith (UK), Javier Téllez (VEN), James Webb (ZAF) und Lawrence Weiner (USA).

Mit den Künstlerinnen und Künstlern der Ausstellung startet das Museum Morsbroich in eine neue Etappe einer langen Reise, der mit der Museumsgründung im Nachkriegsdeutschland 1951 ein pionierhafter Aufbruch voranging und die seither unzählige kunstaffine Weggefährten begleitet haben. Mit den Reisenden teilt es die Erfahrung, dass die Ungewissheit fundmental mit dem Zukünftigen verbunden ist und Weiterentwicklung nur möglich ist, wenn man sich immer wieder auf neues Terrain vorwagt.

Kuratoren der Ausstellung sind Fritz Emslander und Stefanie Kreuzer.

Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 28. Januar, 12 Uhr

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation in der Form eines Ratgebers von „A bis Z“ für Reisende durch die Ausstellung und darüber hinaus. Er enthält Kurztexte zu Stichworten von Aufbruch bis Zukunft. Abb. Homepage:Lawrence Weiner, WE ARE SHIPS AT SEA NOT DUCKS ON A POND, 2015Offsetlithografie, 42 x 60 cm, Chelsea Space, University of the Arts London; © VG Bild-Kunst, Bonn 2017/18

http://www.museum-morsbroich.de
3.2.2018 - 22.4.2018

Picassomuseum Münster

Edward Quinn - Mein Freund Picasso

Der irische Fotograf Edward Quinn (1920-1997) lebte und arbeitete seit den 1950er-Jahren an der Côte d’Azur, dem damaligen Treffpunkt für Filmstars, Adel und Künstler. Mehr als jeder andere verstand er es, zum richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und unvergessliche Fotos der Prominenz zu schießen, darunter Grace Kelly, Aristoteles Onassis und Brigitte Bardot.

edward quinnPablo Picasso reiste seit 1920 regelmäßig an die Côte d’Azur, um dort die Sommermonate zu verbringen. Ende der 1940er-Jahre verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt endgültig von Paris an die französische Riviera. Edward Quinn traf Picasso zum ersten Mal im Jahre 1951 im Städtchen Vallauris, wo dieser zu der Zeit in der Töpferwerkstatt Madoura arbeitete. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich eine innige Freundschaft, die bis zum Tod des Künstlers 1973 andauern sollte. In dieser Zeit schuf Quinn ein umfangreiches fotografisches Werk von rund 9.000 Fotos von Picasso, dessen Familie, Freunden und künstlerischem Umfeld. Sie erschienen in den 1950er und 60er-Jahren nicht nur in verschiedenen Zeitungen und Magazinen, Quinn veröffentlichte auch zahlreiche Fotobüchern und Filme über den Jahrhundertkünstler. Die Arbeit mit Picasso animierte ihn darüber hinaus auch dazu, andere Künstler zu porträtieren, wie Max Ernst, Alexander Calder, Francis Bacon und Salvador Dalí.

„Ich konnte ihn zu unterschiedlichen Zeiten, an verschiedenen Orten fotografieren, manchmal beim Malen, Zeichnen oder der Arbeit an Skulpturen, und manchmal mit seinen Freunden und seiner Familie“, berichtete Edward Quinn über seine Zeit mit Picasso. Seine Aufnahmen sind nie gestellt oder bearbeitet. Stattdessen geben sie einen authentischen Einblick in das Leben und zugleich das Werk des Künstlers, denn, so Quinn, „letztlich folgte Picassos Leben nur einer Regel, und wurde von nur einer einzigen Leidenschaft getrieben: seiner Arbeit. Selbst wenn er gerade eigentlich nicht malte, war er dennoch stets versunken in seiner Kunst.“
Mit 125 zum Teil einzigartigen Momentaufnahmen dokumentiert die Ausstellung in Kombination mit Grafiken von Picasso aus der Sammlung des Kunstmuseum Pablo Picasso Münster zwei Jahrzehnte dieses außergewöhnlichen Künstlerlebens. Konzipiert wurde die Schau vom Musée Picasso in Antibes und dem Edward Quinn Archive.

>> Foto Picassos Atelier von Edward Quinn auf koeln-art

http://www.kunstmuseum-picasso-muenster.de/home/
20.12.2017 - 25.2.2018

Literaturhaus München

Stefan Moses: Blumenkinder

stefan mosesZum 50. Jahrestag der »Zeitenwende 1968« und zum 90. Geburtstag 2018 des großen deutschen Fotokünstlers Stefan Moses zeigt das Literaturhaus München eine Auswahl berühmter Bilder und unbekannter Schätze aus bewegter Münchner Zeit. Mit seinen Fotoarbeiten ist Stefan Moses ein sensibler Chronist des Lebensgefühls mehrerer deutscher Generationen gewesen. Nun öffnet er sein Archiv mit den Photographien aus den Umbruchsjahren.
Der Historiker und langjährige Stefan-Moses-Kenner Christoph Stölzl, der die Bilder ausgewählt und kommentiert hat, schärft unseren Blick für deren Besonderheiten.

Eine Ausstellung des Literaturhauses München
Künstlerische Beratung: Christoph Stölzl

>> Fotos von Stefan Moses auf koeln-art

http://m.literaturhaus-muenchen.de/ausstellungen.html
27.1.2018 - 18.2.2018

Stiftung Museum Kunstpalast

Die Grosse 2018

Am Samstag, dem 27. Januar 2018, um 18.00 Uhr, wird im Museum Kunstpalast DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2018 eröffnet. Die Ausstellung führt auch in diesem Jahr das neu ausgerichtete Konzept weiter. Es werden Werke von ca.160 KünstlerInnen aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Grafik und Neue Medien gezeigt.

2018_die_grosse_bild_donnerhall_anthroposcene_foto_autorenDIE GROSSE hat regional und landesweit eine kulturpolitische Strahlkraft, mit stetig wachsender Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger des Landes. Sie gibt erneut einen differenzierten Einblick in die Kunstszene Düsseldorfs und Nordrhein-Westfalens. Unterstützt von einer prominent besetzten Jury, die aus mehr als 600 Bewerberinnen und Bewerbern eine Auswahl trifft, finden hier avantgardistische und bewährte künstlerische Positionen ein Forum für Dialog und Diskussion. Für diese Begegnung ist das Museum Kunstpalast schon seit langem ein wunderbarer Ort. An den Donnerstagen werden die “DONNERHALL“- Veranstaltungen, dieses Mal in der Verantwortung des FFT Düsseldorf, stattfinden. An den drei Sonntagen werden Matinee-Veranstaltungen die Ausstellung bereichern. Die Kunstakademie Düsseldorf wird mit der Klasse von Prof. Stefan Kürten Gast in der Ausstellung sein. Als weiterer Kooperationspartner wird das Lore-Lorentz-Berufskolleg temporär Arbeiten aus dem Bereich Grafik/Design im Atrium des Museums präsentieren.

In der heutigen Zeit sind derartige große allgemeine Kunstausstellungen selten geworden. DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf kann sich zu Recht als die größte von Künstlern für Künstler organisierte Ausstellung in Deutschland bezeichnen.

2018_die_grosse_bild_foerderpreistraegerin_schaich_profilbildDer "Kunstpreis der Künstler" geht im Jahr 2018 an die Künstlerin Sybille Pattscheck. Ihr Werk und ihre künstlerische Position werden mit diesem Preis in besonderer Weise gewürdigt. Den Förderpreis erhält die Künstlerin Carmen Schaich. Beide Preise werden vom Land NRW gestiftet.
Eröffnung am 27. Januar 2018 um 18 Uhr im Robert-Schumann-Saal, Museum Kunstpalast

https://www.diegrosse.de/die-grosse-kunstausstellung-nrw-duesseldorf-2018

Im Fokus

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Stefan Moses
Blumenkinder

20.12.17-25.02.18

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Edward Quinn
Mein Freund Picasso

03.02.-22.04.18

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