Künstlergesamtliste

Vernissagen

19.5.2020 - 10.1.2021

Von der Heydt Musuem

Hannsjörg Voth - Zu Lande und zu Wasser

vothHannsjörg Voth (geboren 1940) ist seit den 1970er Jahren für seine Aufsehen erregenden Land-Art-Projekte bekannt. Das Von der Heydt-Museum widmet dem in München und Niederbayern lebenden Künstler eine umfassende Werkschau. Acht seiner Großprojekte werden anhand von Zeichnungen, Modellen und Fotografien dokumentiert, deren ästhetischer Reiz und baulicher Anspruch auch heute noch staunen lassen. Im Gang durch die Ausstellung lassen sich die Projekte, deren Existenz begrenzt war, heute nacherleben. Mit einem besonderen Gespür für den Ort und das Material erschuf Voth Großskulpturen, die wie wahrgewordene Utopien erscheinen.

vothKosmische und archaische Ideen und Symbole zeichnen diese ebenso aus wie eine besondere Aufmerksamkeit für die Beziehung von Mensch und Natur – ein zeitloses und gerade heute wieder höchst aktuelles Thema. Die Arbeit „Feldzeichen“ (1975 in Ingelsberg, Oberbayern) war die erste im Außenraum konzipierte und durchgeführte Aktion. Darauf folgten u. a. die viel beachteten Projekte „Reise ins Meer“ (1978), „Boot aus Stein“ (1978-1981) und die in Marokko errichtete „Himmelstreppe“ (1980-1987).

Ingrid Amslinger hat in ihren Schwarz-Weiß-Fotografien einen zurückgenommenen und zugleich eindringlichen Weg gefunden, die Projekte für die Ewigkeit festzuhalten. Neben den Großprojekten Voths präsentiert die Ausstellung freie Zeichnungen und Aquarelle sowie Materialbilder, die während Voths Aufenthalten in den Wintermonaten in den Bauskulpturen „Himmelstreppe“, „Goldene Spirale“ und „Stadt des Orion“ in der marokkanischen Marha-Ebene entstanden sind. Der Zeichnungszyklus „Jenseits der Zeit“ besticht durch eine fast poetische Ausdruckskraft und verhandelt existenzielle Fragen, die der Künstler packend umsetzt. Die Materialbilder bestehen aus vor Ort gefundenen Werkstoffen wie Lehmerde oder Asche und zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Wüste – Voth verbrachte dort über 20 Jahre lang die Wintermonate.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von den beeindruckenden Großprojekten bis hin zu feinen Arbeiten auf Papier, die bis 2007 entstanden sind. Die retrospektive Zusammenstellung beleuchtet Voths über Jahrzehnte währende künstlerische Arbeit und Entwicklung und zeigt, wie intensiv und medial vielseitig sich der Künstler mit Themen wie Natur, Zivilisation, Mensch und Umwelt auseinandersetzt.


https://www.von-der-heydt-museum.de
20.9.2020 - 15.11.2020

Museum Schloss Morsbroich

Matthias Wollgast + Manuel Graf

wollgastIm Film Die totale Erinnerung (Total Recall, 1990, Remake 2012), der auf der Kurzgeschichte Erinnerungen en gros von Philip K. Dick beruht, überschneiden sich künstlich erzeugte Erinnerungen mit realen Erinnerungen und führen letztendlich zum großen Showdown: Die Zuschauer*innen stürzen in einen visuellen Strudel zwischen virtueller und realer Existenz. Allein der Schweißtropfen auf der Stirn des Arztes (1990) oder die Träne im Auge einer Frau (2012) machen scheinbar noch den Unterschied zwischen „real“ und „fiktiv“. Oder vielleicht doch nicht? Was bleibt? FRAGEN zu BILDERN, zu ihrer LESBARKEIT, zu ihrer MANIPULATION, zu ihrer AUTHENTIZITÄT, zur LÜGE, zur GESCHICHTE, zum DISKURS… kurz: FRAGEN, die uns mit der voranschreitenden Digitalisierung am Beginn des 21. Jahrhunderts immer stärker beschäftigen.

In der Doppelausstellung In der Ausstellung tauchen wir mit den Werken von Matthias Wollgast und Manuel Graf, der einige Arbeiten gemeinsam mit Michel Büchsenmann geschaffen hat, in „Welten“ ein - Welten analoger oder digitaler oder hybrider Natur – und verstricken uns in das Spiel mit verschiedenen physischen und virtuellen Ebenen. Was bleibt? Das Nachdenken über große „Erzählungen“ oder Sinnstiftungen – kulturgeschichtlicher, religionsgeschichtlicher, existenzieller oder wahrnehmungskritischer Art.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 20. September 2020, 12 Uhr, im Spiegelsaal von Museum Morsbroich statt.

http://www.museum-morsbroich.de

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