Künstlergesamtliste

Vernissagen

9.5.2021 - 27.2.2022

Arp Museum

Stella Hamberg - CORPUS

Stella Hamberg (*1975, lebt und arbeitet in Berlin und Brandenburg) gehört zu den spannendsten und vielversprechendsten Bildhauerinnen ihrer Generation. Selbstbewusst und ohne Scheu knüpft sie an bildhauerische Traditionen an, entwickelt aber ihre eigene skulpturale und zupackende Handschrift im Zusammenspiel von Antike, Mittelalter und Moderne. Im Zentrum ihres Schaffens steht das Ringen mit der zeitgenössischen Darstellbarkeit der menschlichen Figur und ihren formalen wie existentiellen Fragestellungen.

Stella Hamberg, vom Verrecken und der absoluten Unmöglichkeit zu sterben 2 - der Gefährte, 2008. © Sammlung Ina Bitter und Dr. Roland Quinten, Foto: Mick VincenzMit großer handwerklicher Könnerschaft gelingen Stella Hamberg übermannshohe und tonnenschwere Großskulpturen ebenso wie kleinformatige Werkgruppen. Beim überwiegenden Teil ihrer Arbeiten entscheidet sie sich für den traditionsreichen Werkstoff Bronze. Kein anderes Material bietet der Künstlerin über die Stufen der notwendigen Abformung vom Ton- und Gipsmodell über das Wachspositiv bis hin zum endgültigen Guss so abwechslungsreich expressive wie fein modellierte Oberflächen. Selten ist die Patinierung der Skulpturen farbig. Meistens reicht die Bandbreite von glänzenden bis hin zu stumpfen schwarzen Oberflächen. Neuerdings überrascht sie mit strahlend weißen, glatt geschliffenen Werken aus Gips, die kontrastreich den dunklen Bronzen gegenüberstehen. Ein Teil ihrer Skulpturen wirkt förmlich aus dem Material herausgeschält. Monströs, von urwüchsiger Kraft und vor Energie strotzend stellen sich uns diese menschlichen und tierischen Figuren entgegen.

Andere Skulpturen muten dagegen in ihrer künstlerischen Ausgestaltung fast klassisch an. In ihren verdichteten abstrakten Formen erinnern sie z. B. an die Figur des Golems, an Chimären und an fragmentarische Körperstudien. Intellektuell scharf reflektierend und virtuos – nahezu unbändig – im Umgang mit dem Material verlebendigt Stella Hamberg ihre Skulpturen in einem Spannungsfeld zwischen Geist und Körper, zwischen Figürlichkeit und Abstraktion, zwischen Bewegung und Verharren und manches Mal auch zwischen Groteskem und Humoreskem.

Text: ARP-Museum

https://arpmuseum.org

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Stella Hamberg, vom Verrecken und der absoluten Unmöglichkeit zu sterben 2 - der Gefährte, 2008. © Sammlung Ina Bitter und Dr. Roland Quinten, Foto: Mick Vincenz ARP-Museum
Stella Hamberg - Corpus
05.09.21-27.02.22

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